Die Entspanntheit des Herbstes

Die empfindlichen Topfpflanzen sind alle im Haus, nur für die riesige Agave, die inzwischen 63 Jahre alt, genauso alt wie ich, und 3 Meter hoch und ebenso breit ist und die zu schleppen, inzwischen schon 3 Männer Mühe haben und die außerdem auch durch keine Tür mehr passt, haben wir ein beheizbares Pflanzenzelt besorgt. Ich habe schon 3 mal das Laub zusammengerecht, aber es ist immer noch genug auf den Obstbäumen. Übrigens, der kleine Nussbaum hat 2 Nüsse getragen. Wir waren begeistert! So klein und schon Früchte!

Viele empfinden den Herbst als traurig, ich mag ihn. Ich mag es, wenn die Sonnevon Tag zu Tag tiefer steht und es mit jedem Tag früher dunkel wird. Ich finde es gemütlich. Wenn es draussen stürmisch und kalt ist, kann man die Wärme und Behaglichkeit im Haus erst so richtig genießen.

Die Hitze des Sommers putscht mich auf, macht mich aktiv und energiegeladen, der Herbst und seine Dunkelheit hüllt mich in eine Decke aus Geborgenheit und Entspannung. Alles ist entschleunigt. Ich fühle mich wie eine Bäuerin. Die Ernte ist eingebracht, die Arbeit ist getan, jetzt kann man sich einigeln und wie eine zufriedene Katze auf der wärmeden Ofenbank räkeln.

Ich würde mich freuen, wenn ich für die beiden Monatszimmer, die im November frei werden, liebe Mieter/innen bekommen würde. Wir sind ja jetzt kein Gewerbebetrieb mehr, sondern eine Privatzimmervermietung und irgendwie wie eine große Familie.

Wann es heuer wohl zum ersten Mal schneien wird? Ach ja, Streusand für die Wege, wenn es glatt wird, muss ich noch besorgen.. Und überprüfen, ob die Dachrinnenheizung funktioniert und die Radiatoren in den Zimmern und Appartements entlüften und… so eine richtige Ofenkatze wird aus mir ja doch nie werden.

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